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EinverständniserklärungsNr: 2410ab, Stefanie Bröring

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April 28, 2022
Stefanie Bröring forscht über neue Technologien und Start-ups

Die Betriebswirtin hat dabei vor allem deren Entstehung im Blick. Außerdem möchte sie Transfer- und Gründungsforschung als eigenständiges Forschungsgebiet an der RUB etablieren.

Seit April 2022 verstärkt Prof. Dr. Stefanie Bröring die Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der RUB. Sie leitet am Centrum für Entrepreneurship, Innovation und Transformation (CEIT) den Lehrstuhl für Entrepreneurship und innovative Geschäftsmodelle. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Technologiedynamik und -transfer, Geschäftsmodell-Innovationen und Entrepreneurial Opportunity Recognition.

Stefanie Bröring bezeichnet sich als „Technologieoptimistin“. Sie hofft, dass sich der Klimawandel – neben Verhaltensänderungen –durch neue Technologien aufhalten lässt. „Saubere Technologien besitzen großes Potenzial. Für uns sind neue Technologien und Innovationen aber nicht nur notwendig, sondern auch ein faszinierender Forschungsgegenstand“, sagt sie, und weiter: „Gemeinsam mit meinem Team versuche ich, durch ein besseres Verständnis des Transfers von „Nischen“-Technologien zu Schlüsseltechnologien an der Nachhaltigkeitstransformation mitzuwirken.“ Dabei steht nicht nur der Wandel von etablierten Unternehmen im Fokus, sondern auch das Entstehen von Start-ups: Die Betriebswirtin befasst sich in Forschung und Lehre mit technologiebasierten Unternehmensgründungen sowie Wissens- und Technologietransfer.

Zusammen mit ihrem Team nimmt sie dabei nicht nur den vertikalen Transfer in den Blick, sondern vor allem den horizontalen, in diesem Fall das Zusammenwirken und -wachsen verschiedener Wissenschaftsdisziplinen. „Was passiert, wenn ich Künstliche Intelligenz und Pflanzenwissenschaften kombiniere oder Chemie mit Data Science? Welche neuen Geschäftsmodelle entstehen dadurch und welche hybriden Produkte?“ Dabei untersuchen die Forschenden des neuen Lehrstuhls, wie durch interdisziplinäre Kollaboration neue Wissens- und Technologiefelder entstehen und in Geschäftsmodelle übersetzt werden.

Ein vergleichbares Prinzip verfolgt Stefanie Bröring im laufenden Sommersemester in ihrem englischsprachigen Seminar „Business Model Innovation“. Hier bringt sie Masterstudierende des Faches Management & Economics mit zwei Gründungsteams aus dem Bereich Chemie zusammen. Die Teams werden bereits vom Worldfactory Start-up Center (WSC) und vom Inkubator Start4Chem unterstützt. Nun steigen auch die Studierenden ein und begleiten die Entwicklung von Geschäftsmodellen für die Start-ups, die am Ende des Semesters präsentiert – und möglicherweise später auch umgesetzt werden. „Von diesem Seminar profitieren beide Seiten, die Studierenden und die Gründungsteams“, erklärt die Forscherin. „Für mich persönlich war es außerdem eine große Freude, nach zwei Jahren endlich wieder Studierende live zu sehen.“

Die Seminartreffen finden im O-Werk statt, der Heimat des CEIT und des neuen Lehrstuhl-Teams. Stefanie Bröring ist im April 2022 mit ihrem gesamten Team von Bonn nach Bochum gekommen und beginnt nun, sich in der Fakultät und an der RUB zu vernetzen. Der Kontakt zum WSC und zum ersten Inkubator besteht bereits und könnte die Grundlage für eines der längerfristigen Ziele der Wissenschaftlerin sein. „Ich möchte gern die Gründungs- und Transferforschung als Forschungsgebiet an der RUB etablieren.“

Zur Person

Stefanie Bröring studierte Betriebswirtschaftslehre an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und an der Rotterdam School of Management. Anschließend blieb sie in Münster als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für betriebswirtschaftliches Management im Fachbereich Chemie und Pharmazie. Nach einem Forschungsaufenthalt an der University of Quebec in Montreal promovierte sie 2005 an der WWU Münster. Danach war Stefanie Bröring vier Jahre lang in der freien Wirtschaft tätig.

Nach Stationen als Assisstenzprofessorin an der Wageningen University, Niederlande, und Professorin an der Hochschule Osnabrück folgte sie 2013 einem Ruf an die Universität Bonn. Bis zu ihrem Wechsel nach Bochum hatte sie dort die Professur für Technologie-, Innovationsmanagement und Entrepreneurship am Institut für Lebensmittel- und Ressourcenökonomik inne.

Quelle